„Zwischen Gestern und Morgen“

Liebes Publikum, liebe Freunde des Mittelsächsischen Theaters,

die Spielzeit 2011/12 steht im Zeichen eines Übergangs. In enger Zusammenarbeit mit den künstlerischen Vorständen des Mittelsächsischen Theaters und mir als designiertem Intendanten ist ein Spielplan entstanden, der für Sie und uns spannende Theater- und Konzerterlebnisse bereithalten wird.Zwischen Gestern und Morgen entsteht Bewegung. Erinnerung und Gedächtnis sind darin aufgehoben und schaffen den Wert von Veränderungen. Sie haben Ihr Theater ins Herz geschlossen. Was hier geschaffen wurde an umfangreichem und dichtem Theater- und Konzertangebot in den Städten und der Region, verdient Respekt und Anerkennung. Das betrifft alle Abteilungen und Sparten.

Ein Intendantenwechsel ist ein Impuls zur Veränderung. Ich freue mich, diese Verantwortung übertragen bekommen zu haben, um dann, ab 1. Januar 2012, als Intendant in dieser Region zu arbeiten und zu leben. Jede Stadt, jeder Kulturraum ist eine Entdeckung.

Jedes Theater ist etwas Besonderes, ist ein lebender Organismus, der erlebt und verstanden werden will. Es ist mein erster unmittelbarer Kontakt mit den künstlerischen Handschriften dieses Hauses, mit den Mitarbeitern und mit Ihnen, liebes Publikum. In den kommenden Monaten werde ich meine persönlichen Erfahrungen in die Sicht auf die Theaterarbeit einbringen. Die Balance zwischen Bewahren und Erneuern zu finden, wird ein Schwerpunkt für zukünftiges Handeln sein. Theater bietet Raum für künstlerische, lebendige Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart, es will sich immer wieder neu entfalten und behaupten als wesentliche, Werte schaffende Kunst- und Kulturinstitution.

Zwischen Gestern und Morgen verändert und bewegt das Theater die Sicht auf die Widersprüche der Gesellschaft und jedes Menschen. Welche einzigartigen künstlerischen Aufgaben und Chancen haben die Bühnen, wie können sie unersetzbar im Bewußtsein der Gesellschaft verankert werden?

Das wird uns bewegen. In Freiberg, in Döbeln, in der gesamten Region.

Ich begrüße Sie herzlich und wünsche Ihnen sinnvolle, unterhaltende, berührende, aufbauende, streitbare, ermutigende und zusammenführende Begegnungen im Schauspiel, im Musiktheater, in den Konzerten, auf allen Spielstätten Ihres Mittelsächsischen Theaters.

Ralf-Peter Schulze

Intendant