Romantisches Märchen oder Kriegsdrama, Heiligenlegende oder Tragödie um Pflicht und Liebe – Leben und Sterben der „Jungfrau von Orléans“ bieten viele Interpretationsmöglichkeiten. So hat auch Friedrich Schillers berühmtes Theaterstück gleich mehrere Komponisten inspiriert - es muss nicht immer Verdi sein: Auch der russische Komponist Peter Tschaikowski hat Friedrich Schillers berühmte Tragödie „Die Jungfrau von Orléans“ vertont.
Doch anders als der italienische Komponist, rückt der Russe die Handlung in ein anderes Licht und betont immer wieder die Liebesgeschichte in der Tragödie: Denn nicht was Königinnen und Könige fühlen, sondern was einfache Menschen bewegt, ist wichtig – so lautete Tschaikowskis musikdramatisches Credo, das so vor allem ein klarer Hieb gegen Giuseppe Verdi ist.
Die unter dem Originaltitel „Orléanskaja dewa“ 1881 uraufgeführte Oper beruht darum auf einer sehr freien, von Tschaikowski selbst vorgenommenen Bearbeitung der Tragödie. Und anders als Schiller, bei dem Johanna auf dem Schlachtfeld als Märtyrerin fällt, hält sich Tschaikowski am Schluss der Handlung an die Historie: „Seine“ Johanna wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
| Premiere: | 04.06.2011 19.30 Uhr Freiberger Nikolaikirche |
| Musikalische Leitung | Jan Michael Horstmann |
| Regie | Tamara Korber |
| Ausstattung | Annabel von Berlichingen |
| Choreinstudierung |
Peter Kubisch |
| Dramaturgie | Hagen Kunze |
| Regieassistenz | Michael Britsch |
| Inspizienz | Franciska Jakapp-Kämpf |
| Soufflage | Martin Ennulat |
| Jeanne d´Arc | Zsuzsanna Kakuk |
| König Karl | Guido Hackhausen |
| Agnes Sorel | Lilia Milek |
| Solo-Engel | amerik. Studentinnen |
| Raymond | Jens Winkelmann |
| Lionel | Guido Kunze |
| Dunois | Sergio Raonic Lukovic |
| Erzbischof | Juhapekka Sainio |
| Thibaut | Hans-Heinrich Ehrler |
| Bertrand | n.n. |
| Krieger/ Loré | n.n. |
(Guido Kunze und Zsuzsanna Kakuk)