1974 veröffentlichte der Nobelpreisträger Dario Fo seine Farce „Bezahlt wird nicht“. Das Werk in der Tradition der Commedia dell‘arte wurde 2008 vor dem Hintergrund der aktuellen Weltwirtschaftskrise vom Autor überarbeitet, Handlungsfäden gestrafft, die Personage verkleinert und die Konflikte aus den 1970er Jahren in eine zeitlose Ebene gehoben.
Das Ergebnis ist eine rasante, aberwitzige Komödie: Antonia und Margerita haben mit ihren Freundinnen, den anarchistischen Ruf „Bezahlt wird nicht“ auf den Lippen, einen überteuerten Supermarkt wahllos geplündert und überlegen nun, wie sie den vom Diebstahl garantiert nicht begeisterten Ehepartnern die erbeuteten Lebensmittel, darunter versehentlich gegriffene Tiernahrung, vorsetzen können. Da sowohl die Gatten als auch Vertreter der Staatsmacht immer mal die Szene betreten, wird verheimlicht, gelogen und versteckt, es türmen sich die zahlreichen Ausreden und Ausflüchte zu hanebüchenen Geschichten, Schwangerschaften entstehen und verschwinden im Minutentakt – und dass es zum Schluss doch noch zu einem Happy End kommt, ist einzig der Heiligen Eulalia zu verdanken.
| Premieren: | 04.12.2010 19.30 Uhr Döbeln |
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11.12.2010 19.30 Uhr Freiberg |
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Regie |
Steffen Pietsch |
| Ausstattung |
Marlit Mosler |
| Dramaturgie | Klaus-Peter Fischer |
| Regieassistenz/ Inspizienz | Saskia Just |
| Soufflage | Dorothee Kretzschmar |
| Antonia | Conny Grotsch |
| Margherita, Antonias jüngere Freundin | Julia Klawonn |
| Giovanni, Antonias Mann | Andreas Pannach |
| Luigi, Margheritas Mann | Michael Berger |
| Polizist, Carabiniere, Leichenbestatter/Alter, Bankdirektor, Möbelpacker | Andreas Kuznick |
(Andreas Pannach, Conny Grotsch, Julia Klawonn)