Anknüpfend an Inszenierungen der „kleinen Form“ für Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren, wie „Das Herz eines Boxers“ oder „Schwestern“, stellt auch dieses Stück der Italienerin Tiziana Lucattini die Lebenssituation und Bedrängnisse junger Menschen in den Focus der Aufmerksamkeit.
Zwei Straßenmädchen in einer Großstadt Südamerikas brechen gen Süden auf: Mammalena will nach dem Tod ihrer Mutter deren Heimat kennen lernen. Stelluna begleitet sie, um Mammalenas rote Schuhe zu bekommen, die sie ihr als Belohnung versprochen hat. An diesen Schuhen offenbaren sich Sehnsüchte, Wünsche und Träume der Mädchen. Sie helfen ihnen, in der brutalen Realität der südamerikanischer Großstadt nicht aufzugeben, geben ihnen einen Anreiz, sich zu behaupten, ihr Menschsein zu bewahren und weiter zu kämpfen.
Das Stück zeigt nicht das für uns unvorstellbare Elend der lateinamerikanischen Großstadtkinder, sondern schildert die Kraft und Energie zweier junger Menschen, die sich bemühen, aus dieser Situation auszubrechen. Es erreicht seine Aussagen weniger über die Darstellung der ohnehin kaum darstellbaren Realität, als vielmehr über Umwege – über Spannung, Komik, Musik, Rhythmus.
| Premieren: | 17.10.2010 18.00 Uhr Freiberg |
| 26.10.2010 10.00 Uhr Döbeln |
| Regie / Ausstattung | Karoline Bischoff-Leesch |
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Dramaturgie |
Klaus-Peter Fischer |
| Soufflage |
Gisela Klowat |
| Mammalena | |
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Stelluna |
(Maren Borrmann und Julia Klawonn)