Hauptziele der Stiftung sind die Förderung der Theaterkunst und Kultur am Mittelsächsischen Theater, des Theaterjugendclubs, der Nachwuchsförderung und besonderer Projekte des Mittelsächsischen Theaters. In den vergangenen Jahren konnte die Stiftung Mittelsächsisches Theater folgende Projekte realisieren.

Junge Künstler profitierten von der Nachwuchsförderung:

Janny Fuchs
Christin Rettig
Tim Gernitz

Besondere Projekte wären ohne die finanzielle Unterstützung der Stiftung nicht denkbar:

 

„Immer zu wenig und alles zu spät“ – Christoph Hein, mein fremder Freund

Ganz dem Zweck der Stiftung entspricht das neueste Projekt, welches durch die Stiftung Mittelsächsisches Theater unterstützt wird.

Das Schauspiel „Immer zu wenig und alles zu spät – Christoph Hein, mein fremder Freund“ entsteht in enger Zusammenarbeit von Theater und der TU Bergakademie Freiberg mit der Poetenbühne „Die Möwe“ Berlin und der „berliner schule für schauspiel“.

„Immer wieder neu anfangen“ und „ sich erinnern“ die zentralen Themen des Stückes. Beide sind unabdingbare Vorraussetzungen, im Persönlichen wie in der Gesellschaft, um überhaupt eine Zukunft zu gestalten: immer wieder neu anfangen mit der Erfahrung des Alten. Junge Protagonisten spielen (nicht nur) für junge Menschen – hier werden die Förderung von Jugend und Nachwuchs mit der Unterstützung spezieller Projekte vereint.

Christoph Hein selbst unterstützt dieses Projekt, in dem er zur ersten Vorstellung am 22. Mai um 19.30 Uhr im Theater Freiberg anwesend ist und anschließend zu einem Gespäch zur Verfügung steht.

Bereits am Vortag hält Christoph Hein, der ersten Präsidenten des gesamtdeutschen PEN-Clubes in der Alten Mensa um 16.00 Uhr einen kostenfreien Vortrag „Ressourcen und Demokratie“.

Am 19. Mai findet um 19.30 Uhr im TiB Döbeln eine Voraufführung statt, eine 2. Aufführung in Freiberg ist am 23. Mai um 19.30 Uhr

 

Patenprogramm „Tandem“ 2011

Dieses neue Stiftungsprojekt möchte zwischen erfahrenen Theaterbesuchern und kulturinteressierten Jugendlichen ab 16 Jahren aus sozial schwachem oder Migrantenmilieu Patenschaften initiieren und begleiten und so einen nachhaltigen Beitrag zu kultureller Bildung und Integration leisten.

Die Jugendlichen lernen bei einer Führung das Theater kennen und erhalten ein Wahlanrecht, mit dem sie sich aus dem laufenden Spielplan 5 Vorstellungen nach ihrer eigenen Wahl aussuchen und besuchen können. Bereits zur Pressekonferenz am 13. Juli 2011 konnten die ersten Jugendlichen ihr Anrecht entgegen nehmen. Das große Ziel, bald 10 Jugendliche mit diesem Programm zu fördern, wurde schnell erfüllt. Neben etlichen einzelnen Jugendlichen, sind wir besonders stolz darauf, dass eine ganze Klasse des Freiberg Kollegs mit jugendlichen Migranten aus den verschiedensten Regionen der Welt gemeinsam mit ihrer Lehrerin für das Projekt gewonnen wurde. Gemeinsam mit ihren Paten haben die Jugendlichen bereits einige Vorstellungen besucht – und ihre Begeisterung wächst jedes Mal – zumal gerade in dieser Gruppe auch Schüler dabei sind, die noch nie vorher in einem Theater waren. Eine weitere große Gruppe von Patenpaaren erhielt durch enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Universitätszentrum (IUZ) der TU Bergakademie Freiberg Wahlanrechte und somit die Chance, unsere Kultur und Sprache schneller und besser zu verstehen.

Bisher (03/12) werden 31 Jugendliche und 12 regelmäßige Paten durch das Projekt gefördert. Das Projekt wird auch 2012 fortgesetzt.

 

Kinder- und Jugendchor 2010

Gemeinsam wollen die Stiftung Mittelsächsisches Theater und der A-capella Kammerchor Freiberg Nachwuchs für die bestehenden Chöre der Region gewinnen. Für das Mittelsächsische Theater sollen die Kinder- und Jugendliche den Theaterchor verstärken. Auch eigene musikalische Projekte sind geplant. Nach intensiver Probenzeit werden die jungen Sängerinnen und Sänger auch an Wettbewerben teilnehmen, um ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Interessierte und begabte junge Leute wurden angesprochen, hier mitzuwirken. In einem Vorsingen und anschließenden Chorwochenende wurden geeignete Sänger ausgewählt. Die Stiftung Mittelsächsisches Theater gibt in der Startphase des Projektes entscheidende Unterstützung: Noten, Honorare, Leihgebühren oder die Übernachtungen beim Chorwochenende müssen finanziert werden. Insgesamt 35 junge Leute werden im Projekt mitwirken. Das Chorprojekt steht im Zeichen der Nachhaltigkeit und soll zukünftig in der Region Freiberg ausgebaut und sich als Bereicherung der Chorlandschaft entfalten.

Uraufführung „Fortuna, schläfst Du?“

Ein großer Erfolg waren die ausverkauften Premieren von „Fortuna, schläfst du?“ in Döbeln und Freiberg, ein von der „Stiftung Mittelsächsisches Theater“ und den „Freunden des Döbelner Theaters e.V.“ gefördertes Auftragswerk. Die Autorin Janny Fuchs, gebürtige Döbelnerin, studiert und arbeitet seit einigen Jahren in Dresden. Hier ist sie mit ihrer Band "Frau Fuchs und die Herren Elstern" erfolgreich und hat Büchners "Woyzeck" und Döblins "Berlin Alexanderplatz" für die Bühne bearbeitet. Mit ihren Musikern steht sie in „Fortuna, schläfst du?“ selbst in Döbeln und Freiberg auf der Bühne und singt; Norma Anthes, Andreas Jendrusch und Urs-Alexander Schleiff spielen in der Regie von Renat Safiullin und der Ausstattung von Tilo Staudte.
Nach der Premiere in Freiberg am 1. November 2009 ließen es sich zahlreiche Stiftungsmitglieder nicht nehmen, mit den Künstlern auf den Erfolg anzustoßen. Dabei wurden interessante Gespräche geführt und die Verbindung zwischen Kunst und bürgerlichem Engagement gestärkt. Die Stiftung Mittelsächsisches Theater hat mit „Fortuna, schläfst Du?" Ihr erstes großes Projekt realisiert. Der Erfolg dieses Stückes lässt sich einrucksvoll an den Besucherzahlen ablesen. Sämtliche Vorstellung waren ausverkauft.