Hauptziele der Stiftung sind die Förderung der Theaterkunst und Kultur am Mittelsächsischen Theater, des Theaterjugendclubs, der Nachwuchsförderung und besonderer Projekte des Mittelsächsischen Theaters. In den vergangenen Jahren konnte die Stiftung Mittelsächsisches Theater folgende Projekte realisieren.

Junge Künstler profitierten von der Nachwuchsförderung:

Janny Fuchs


Christin Rettig
Tim Gernitz
Martin Trippensee

Besondere Projekte wären ohne die finanzielle Unterstützung der Stiftung nicht denkbar:

 

„Immer zu wenig und alles zu spät“ – Christoph Hein, mein fremder Freund

Ganz dem Zweck der Stiftung entsprach das letzte Projekt, welches durch die Stiftung Mittelsächsisches Theater unterstützt wurde.

Das Schauspiel „Immer zu wenig und alles zu spät – Christoph Hein, mein fremder Freund“ entstand in enger Zusammenarbeit von Theater und der TU Bergakademie Freiberg mit der Poetenbühne „Die Möwe“ Berlin und der „berliner schule für schauspiel“.

„Immer wieder neu anfangen“ und „Sich erinnern“ – das sind die zentralen Themen des Stückes. Beide sind unabdingbare Vorraussetzungen, im Persönlichen wie in der Gesellschaft, um überhaupt eine Zukunft zu gestalten: immer wieder neu anfangen mit der Erfahrung des Alten. Junge Protagonisten spielten (nicht nur) für junge Menschen – hier wurden die Förderung von Jugend und Nachwuchs mit der Unterstützung spezieller Projekte vereint.

Christoph Hein selbst unterstützte dieses Projekt, in dem er nach seinem Vortrag „Ressourcen und Demokratie“ zu den Vorstellungen im Theater Freiberg anwesend war und anschließend zu einem Gespräch zur Verfügung stand. Nicht nur die zahlreichen Schüler, die ebenfalls über die Stiftung Mittelsächsisches Theater die Aufführung besuchten, waren begeisterte Gesprächspartner des ersten Präsidenten des gesamtdeutschen PEN-Clubs.

Auf Grund des großen Erfolges fand eine weitere Aufführung am 03. Oktober 2012 statt. Dieses Projekt ist Ausgangspunkt einer weiteren Zusammenarbeit von Stiftung und Mittelsächsischem Theater mit der „berliner schule für schauspiel“. Hierbei soll über die Förderung junger Künstler eine nachhaltige Belebung und Bereicherung der Region erreicht werden.

 

Patenprogramm „Tandem“ 2011

Dieses Stiftungsprojekt möchte zwischen erfahrenen Theaterbesuchern und kulturinteressierten Jugendlichen ab 16 Jahren, vor allem jene, die sozial benachteiligt sind oder mit Migrationshintergrund, Patenschaften initiieren und begleiten und so einen nachhaltigen Beitrag zu kultureller Bildung und Integration leisten.

Die Jugendlichen lernen bei einer Führung das Theater kennen und erhalten ein Wahlanrecht, mit dem sie sich aus dem laufenden Spielplan fünf Vorstellungen nach ihrer eigenen Wahl aussuchen und besuchen können. Bereits zur Pressekonferenz am 13. Juli 2011 konnte die erste Jugendliche ihr Anrecht entgegen nehmen. Das große Ziel – bald zehn Jugendliche mit diesem Programm zu fördern, wurde schnell erfüllt. Besonders stolz sind wir darauf, neben etlichen einzelnen Jugendlichen eine ganze Klasse des Freiberg Kolleg mit jugendlichen Migranten aus den verschiedensten Regionen der Welt gemeinsam mit ihrer Lehrerin für das Projekt gewonnen zu haben. Gemeinsam mit ihren Paten haben die Jugendlichen die Vorstellungen besucht – und ihre Begeisterung wuchs jedes Mal – zumal gerade in dieser Gruppe auch Schüler waren, die noch nie zuvor in einem Theater waren. Eine weitere große Gruppe von Patenpaaren erhielt durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Internationalen Universitätszentrum (IUZ) der TU Bergakademie Freiberg Wahlanrechte und somit die Chance, unsere Kultur und Sprache schneller und besser zu verstehen. In der Spielzeit 2011/12 wurden 31 Jugendliche und 12 regelmäßige Paten durch das Projekt gefördert.

Das große Interesse und der Bedarf am Tandem-Projekt waren Anlass zur Fortsetzung. Mit Beginn der neuen Spielzeit wurden die bisherigen Patenkinder, deren Paten, sowie die Stifter und neue Interessenten, darunter auch Jugendliche aus der Musikschule, im Rahmen der Premiere „Kleine Engel“ eingeladen. Nach dem Besuch dieser beeindruckenden Vorstellung konnte allen Anwesenden über den Erfolg des Projektes berichtet werden. Die Stifter lernten die Nutzer der Stiftungsgelder einmal persönlich kennen. Umgekehrt sahen sich die auch die „Patenkinder“ einmal ihren Förderern gegenüber. Die mittlerweile „erfahrenen“ Tandem-Nutzer erhielten alle eine Theatercard und können mit dieser jede unserer eigenen Vorstellungen für nur 4,00 Euro besuchen. Alle elf neu entstandenen Patenpaare wurden zunächst für zwei Vorstellungen ihrer Wahl eingeladen.

 

Kinder- und Jugendchor 2010

Gemeinsam wollen die Stiftung Mittelsächsisches Theater und der A-capella Kammerchor Freiberg Nachwuchs für die bestehenden Chöre der Region gewinnen. Für das Mittelsächsische Theater sollen die Kinder- und Jugendliche den Theaterchor verstärken. Auch eigene musikalische Projekte sind geplant. Nach intensiver Probenzeit werden die jungen Sängerinnen und Sänger auch an Wettbewerben teilnehmen, um ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Interessierte und begabte junge Leute wurden angesprochen, hier mitzuwirken. In einem Vorsingen und anschließenden Chorwochenende wurden geeignete Sänger ausgewählt. Die Stiftung Mittelsächsisches Theater gibt in der Startphase des Projektes entscheidende Unterstützung: Noten, Honorare, Leihgebühren oder die Übernachtungen beim Chorwochenende müssen finanziert werden. Insgesamt 35 junge Leute werden im Projekt mitwirken. Das Chorprojekt steht im Zeichen der Nachhaltigkeit und soll zukünftig in der Region Freiberg ausgebaut und sich als Bereicherung der Chorlandschaft entfalten.
In den letzten drei Jahren intensiver Arbeit haben etliche Stifter die Entwicklung der Jugendlichen hautnah bei einer Probe des Chores miterleben können. Erste Erfolge konnte der Chor mit dem Musical “Krach bei Bach” feiern. Es folgten verschiedene Auftritte, u.a. in der Volksbank Mittelsachsen.
Besondere Ehre wurde den Mitgliedern des Chores zuteil, als Vertreter der Gruppe mit dem Chorleiter Peter Kubisch 2012 beim Neujahrsempfang des Sächsischen Ministerpräsidenten zu Gast sein durften.

Uraufführung „Fortuna, schläfst Du?“

Ein großer Erfolg waren die ausverkauften Premieren von „Fortuna, schläfst du?“ in Döbeln und Freiberg, ein von der „Stiftung Mittelsächsisches Theater“ und den „Freunden des Döbelner Theaters e.V.“ gefördertes Auftragswerk. Die Autorin Janny Fuchs, gebürtige Döbelnerin, studiert und arbeitet seit einigen Jahren in Dresden. Hier ist sie mit ihrer Band "Frau Fuchs und die Herren Elstern" erfolgreich und hat Büchners "Woyzeck" und Döblins "Berlin Alexanderplatz" für die Bühne bearbeitet. Mit ihren Musikern steht sie in „Fortuna, schläfst du?“ selbst in Döbeln und Freiberg auf der Bühne und singt; Norma Anthes, Andreas Jendrusch und Urs-Alexander Schleiff spielen in der Regie von Renat Safiullin und der Ausstattung von Tilo Staudte.
Nach der Premiere in Freiberg am 1. November 2009 ließen es sich zahlreiche Stiftungsmitglieder nicht nehmen, mit den Künstlern auf den Erfolg anzustoßen. Dabei wurden interessante Gespräche geführt und die Verbindung zwischen Kunst und bürgerlichem Engagement gestärkt. Die Stiftung Mittelsächsisches Theater hat mit „Fortuna, schläfst Du?" Ihr erstes großes Projekt realisiert. Der Erfolg dieses Stückes lässt sich einrucksvoll an den Besucherzahlen ablesen. Sämtliche Vorstellung waren ausverkauft.